Ernährung

Empfehlungen für die Mikronährstoffzufuhr

Jeder Mensch benötigt täglich ausreichend Vitamine und Mineralstoffe, da diese an lebenswichtigen Steuerungsprozessen im Stoffwechsel beteiligt sind. Mit einer abwechslungsreichen ausgewogenen Ernährung, bestehend aus einem regelmäßigen Verzehr an Gemüse und Obst, Vollkornprodukten und pflanzlichen Ölen, kann bei der Mehrzahl der Menschen eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen sichergestellt werden.

Die Rolle der Mikronährstoffe

Mikronährstoffe spielen unter anderem beim Schutz des Organismus vor oxidativem Stress eine große Rolle. Oxidativer Stress entsteht durch die Reaktion von freien Radikalen im Gewebe und kann zu einer Schädigung, Entartung und Alterung der Zellen sowie der Entstehung von Arteriosklerose in den Blutgefäßen führen. Das Auftreten von Arteriosklerose stellt ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Durchblutungsstörungen dar, die ebenfalls zu den Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus zählen und im schlimmsten Fall zu einer frühzeitigen Sterblichkeit beitragen können.

Durch verschiedene Radikalschutzmechanismen versucht der Körper dem oxidativen Stress entgegenzuwirken. Bestimmte Mikronährstoffe, insbesondere Antioxidantien wie z.B. Vitamin E (Alpha-Tocopherol), Vitamin C (Ascorbinsäure) und Provitamin A (Beta-Carotin), können freie Sauerstoffradikale abfangen und unschädlich machen.

Vorkommen von antioxidativ wirksamen Mikronährstoffen in Lebensmitteln

Vitamin E ist in Pflanzenöl, Nüssen, Vollkornprodukten und einigen Gemüsesorten, wie Paprika und Grünköhl, enthalten. Vitamin C kann vor allem durch den Verzehr von frischen Früchten, insbesondere Zitrusfrüchten, und Gemüse aufgenommen werden und das Provitamin A liefern pflanzliche Nahrungsmittel, wie z.B. Karotten, Kohl, Spinat aber auch Holunder, Sanddorn und Aprikosen.

 

Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährungsforschung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 2001; 1. Auflage, Neustadt an der Weinstraße: Umschau Buchverlag

Toeller M. Evidenz-basierte Ernährungsempfehlungen zur Behandlung und Prävention des Diabetes mellitus. Diabetes und Stoffwechsel 2005; 14: 75-94

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Klinische Studien