Ursachen / Risikofaktoren

Einfluss der Schlafgewohnheiten auf den Glukosestoffwechsel

Studien haben gezeigt, dass Schlafmangel und unregelmäßige Schlafzeiten mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes und Übergewicht verbunden sein können.

Ein Team um Chris Ardern von der School of Kinesiology and Health Science an der York University in Toronto, Kanada analysierte die Ergebnisse der United States National Health and Nutrition Examination Surveys, in denen von 2005-2008 rund 9.500 amerikanische Bürgerinnen und Bürger unter anderem nach Schlafstörungen befragt wurden. Information über Schlafqualität und -quantität wurden in die Kategorien „gut“, „befriedigend“, „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ eingestuft.

Ergebnisse der Studie

Die Teilnehmenden, die angaben, regelmäßig 7-8 Stunden zu schlafen, hatten das geringste Risiko für eine Glukosestoffwechselstörung. Der durchschnittliche Teilnehmende dieser Gruppe rauchte nicht und bezog im Schnitt ein höheres Einkommen. Teilnehmende mit weniger als 4 Stunden Schlaf bewerteten ihre Schlafqualität schlechter. Auffällig war auch der erhöhte HbA1c-Wert in dieser Gruppe.  Personen mit mehr als 9 Stunden Schlaf wiesen ebenfalls erhöhte HbA1c-Werte auf. Eine Ursache hierfür könnte mangelnde Bewegung sein. Darüber hinaus zeichneten sich Studienteilnehmende, die bereits an Diabetes erkrankt waren, durch extremere Schlafgewohnheiten (entweder durch zu kurze oder zu lange Schlafdauer) aus.

Fazit

Personen mit zu wenig (bis 4 Stunden) oder zu viel (mehr als 9 Stunden) Schlaf hatten in dieser Studie häufiger eine Glukosestoffwechselstörung als Personen mit Schlafzeiten von 7-8 Stunden. Weitere Studien müssen klären, welche Faktoren und Mechanismen diese Assoziation erklären können.

 

Quellen:
Chojnacki KC et al. Associations between sleep habits and dysglycemia in US Adults: A cross-sectional analysis. Canadian Journal of Diabetes 2018: 42:150-157

Engeda J et al. Association between duration and quality of sleep and the risk of pre-diabetes: Evidence from NHANES. Diabet Med 2013; 30: 676–80

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Klinische Studien