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Diabetes – Welcher Typ bin ich?

Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutzucker (BZ) auszeichnet. Bei Typ-1-Diabetes ist dies durch einen absoluten Insulinmangel begründet. Die insulinproduzierenden Zellen der Bauspeicheldrüse produzieren das Hormon Insulin nicht mehr, da körpereigene Abwehrstoffe die Zellen als fremd angesehen und zerstört haben. Dieser Vorgang der Zerstörung mit begleitender Entzündung der Zellen kann Jahre dauern. An dieser Form des Diabetes erkranken meist Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene können an Typ-1-Diabetes erkranken.

Typ-2-Diabetes, früher auch als Altersdiabetes bezeichnet, ist der vorherrschende Diabetestyp. Die Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Ein Typ-2-Diabetes entwickelt sich in der Regel schleichend. Aufgrund fehlender oder unspezifischer Symptome, kann es lange dauern bis ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird. Häufig vergehen bis zur Diagnose Jahre, in denen die Erkrankung bereits zu Entwicklung von Folgeerkrankungen geführt haben kann. Die Entstehung eines Typ-2-Diabetes ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Es dominiert vor allen Dingen ein zu geringes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin (Insulinresistenz) und später eine zu geringe Produktion des Hormons Insulin.

Die wichtigsten Therapiebausteine des Typ-2-Diabetes sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nikotin- und Alkoholverzicht und gegebenenfalls eine Gewichtsreduktion. Dies verbessert die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin. Reichen diese Maßnahmen nicht oder nicht mehr aus, wird die Einnahme von antidiabetisch wirkenden Medikamenten in Tablettenform (orale Antidiabetika) oder eine unterstützende Insulintherapie notwendig.

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Klinische Studien