Kurzfilme

Diabetes – Was kann passieren?

Im Verlauf einer Diabetes-Erkrankung können sich akute Komplikationen und Spätfolgen einstellen. Ob und in welchem Umfang sich Komplikationen und Folgen der Diabetes-Erkrankung zeigen, hängt von der Stoffwechseleinstellung ab.

Ziel einer Diabetes-Therapie ist es, den Blutzucker adäquat einzustellen und so die Lebensqualität zu steigern sowie akute und spätere Komplikationen zu vermeiden. Akute Komplikationen können Unterzuckerungen oder Überzuckerungen (Ketoazidosen) sein.

Ursachen für eine Unterzuckerung

  • falsche Einschätzung der verzehrten Kohlenhydratmenge
  • ein zu langer Spritz-Ess-Abstand – das Insulin wird zu früh vor der Mahlzeit gespritzt und beginnt schon zu wirken, bevor die Kohlenhydrate aufgenommen werden
  • Bedarf an Insulin wurde nicht der jeweiligen Situation angepasst – körperliche Bewegung und Sport können den Insulinbedarf senken
  • Alkoholkonsum – die Zufuhr von Alkohol vermindert die Ausschüttung von Zucker (Glukose) aus der Leber
  • Erbrechen, Durchfallerkrankungen, Menstruation oder Wechselwirkungen von Medikamenten

Die Anzeichen einer Unterzuckerung sind individuell sehr unterschiedlich: Möglich sind körperliche Reaktionen wie Heißhunger, Übelkeit, Blässe, Muskelschwäche (weiche Knie), Schweißausbrüche (kalter Schweiß), Zittern, Herzrasen, Müdigkeit, Kribbeln und Taubheitsgefühl in Fingern und Lippen, innere Unruhe, Verwirrtheit, Verständnisschwierigkeiten, Albträume, oder auch Störungen der Nervenfunktionen sowie Gleichgewichtsstörungen, Sprach- und Sehstörungen, Lähmungen, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit.

Die diabetische Ketoazidose ist eine akute Komplikation, die überwiegend bei Patienten mit Typ-1-Diabetes auftritt. Die Erhöhung des Blutzuckers ist beim Typ-1-Diabetes durch einen Mangel an Insulin bedingt. Bei gesunden Personen bewirkt Insulin die Aufnahme der Glukose in die Körperzellen und hemmt den Abbau des Körperfetts. Ein Insulinmangel führt hingegen zu einem vermehrten Abbau von Fett in Fettsäuren. Die Fettsäuren häufen sich im Körper an und werden nur noch unvollständig abgebaut zu sogenannten Ketonkörpern. Die erhöhte Konzentration an Ketonkörpern, geht wiederum mit einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes einher (Ketoazidose).

Hohe Blutzuckerwerte bei langjährigem und/oder schlecht eingestelltem Diabetes mellitus führen zu Folgeerkrankungen, vorwiegend an Augen, Nieren, Nervensystem, Herz und Gefäßen. Herz- und Kreislauferkrankungen stellen bei Menschen mit Diabetes die häufigste Todesursache dar.

Tags
Mehr
Klinische Studien