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Diabetes – Die Sache mit dem Stoffwechsel

Diabetes mellitus ist gekennzeichnet durch eine chronische Erhöhung des Blutzuckers, verbunden mit dem Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen. Daher stammt auch die Bezeichnung „Diabetes mellitus”. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, der bei einer Überzuckerung des Blutes zu viel Zucker enthält und süß schmeckt. „Diabetes” leitet sich vom altgriechischen Wort für „Durchfluss” und „mellitus” vom lateinischen Wort für „honigsüß“ ab.

Die in der Nahrung enthaltenen Kohlenhydrate werden bei der Verdauung in Einfachzucker (Monosaccharide) umgewandelt. Diese Einfachzucker werden aus dem Dünndarm ins Blut aufgenommen, wodurch der Blutzuckerspiegel ansteigt. Damit der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann, ist das Hormon Insulin notwendig. Insulin wirkt als eine Art Türöffner, der den Zuckermolekülen den Zutritt zu den Körperzellen ermöglicht. Durch die Aufnahme des Zuckers in die Zellen sinkt der Blutzuckerspiegel wieder. Bei einem nicht an Diabetes erkrankten Menschen liegt der Nüchtern-Blutzuckerspiegel unter 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) bzw. 5,6 mmol/l (Millimol pro Liter).

Bei Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes ist die beschriebene Zuckeraufnahme mit der Folge gestört, dass die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate aufgrund einer verminderten Insulinproduktion und/oder einer erhöhten Insulinresistenz der Körperzellen vom Körper nicht mehr oder nur unzureichend zur Energiegewinnung genutzt werden können.

 

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Klinische Studien